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28.04.2026 – Bundesverband

GKV‑Finanzreform: Physio Deutschland auf mehreren Ebenen aktiv

Der Kabinettsbeschluss zur GKV-Finanzreform steht unmittelbar bevor. Damit startet der parlamentarische Gesetzgebungsprozess. Physio Deutschland bringt sich hier auf verschiedenen Ebenen intensiv ein. Das Ziel: Physiotherapie und die therapeutische Versorgung stärken!

Resolution von Physio Deutschland

Vor gut einer Woche fand die Bundesdelegiertenkonferenz von Physio Deutschland in Stuttgart statt. Der am Donnerstag zuvor erschienene Referentenentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat die berufspolitischen Beratungen der mehr als 80 Delegierten aus allen Regionen und Gremien von Physio Deutschland bestimmt. Das klare politische Ziel von Physio Deutschland: Schaden von der physiotherapeutischen Versorgung der Menschen abwenden und die Physiotherapie stärken.

Die zentralen Forderungen hat Physio Deutschland nun in einer Resolution verabschiedet. Physio Deutschland hat eine klare Haltung und appelliert an die Politik:

  • Keine faktischen Vergütungskürzungen durch die Hintertür.
  • Wer Vergütungen deckelt, während Kosten explodieren, verkennt die Situation selbstständiger Physiotherapeut*innen.
  • Keine höheren Zuzahlungen für Patient*innen.
  • Gesundheit darf nicht vom Geldbeutel abhängen.
  • Anerkennung der Physiotherapie als gleichwertiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung.
  • Physiotherapie verhindert Operationen, verkürzt Krankheitsverläufe, reduziert Pflegebedürftigkeit und senkt langfristig Kosten.

Marc Akel als neuer Vorsitzender von Physio Deutschland bringt es auf den Punkt: „Wer eine stabile GKV will, darf nicht an der Versorgung sägen. Wer Prävention, Teilhabe und Selbstständigkeit erhalten will, muss Physiotherapie stärken – nicht schwächen.“

    

Spitzenverband der Heilmittelverbände positioniert sich geschlossen und mit Nachdruck

Gemeinsam mit den sieben Mitgliedsverbänden des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) arbeitet Physio Deutschland intensiv an der Positionierung für den Heilmittelbereich und daran im direkten Austausch mit der Entscheidungsebene in Berlin, die bestmögliche Lösung für die therapeutische Patient*innenversorgung und die Berufsangehörigen in den Heilmittelbereichen zu erwirken.

„Im Gesetzgebungsprozesse und den nun anstehenden politischen Gesprächen mit Entscheidern ist der Schulterschluss im SHV die Basis für unser berufspolitisches Wirken“, betont Marc Akel.

   

Gemeinsam mehr erreichen – über den Tellerrand der eigenen Berufsgruppe hinaus

Physio Deutschland ist Mitglied im Bündnis Gesundheit und hat mit mehr als 40 Partnerorganisationen des Gesundheitswesens die Resolution zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung mitgezeichnet. Im Fokus stehen hier eine bedarfsgerechte Finanzierung, faire Lastenverteilung und konkrete Handlungsfelder für die Stabilisierung des GKV-Systems. So sollen versicherungsfremde Leistungen konsequent aus Steuermitteln und nicht aus Beitragsgeldern finanziert werden und die Möglichkeiten der Prävention ausgebaut und finanziert werden. Das umfassende Papier verdeutlicht konstruktiv die Möglichkeiten und fordert die Politik auf, die Gesundheitsberufe stärker als bislang an der Ausarbeitung von Lösungen im Gesetzgebungsprozess zu beteiligen.

„Als Physio Deutschland stehen wir Seite an Seite mit den relevanten Akteuren im Gesundheitssystem und wir setzen alles daran, sinnvolle und zweckmäßige berufspolitische Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu finden“, betont Marc Akel für den neuen Vorstand von Physio Deutschland den Handlungswillen des mitgliederstärksten Verbandes in der Physiotherapie.