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26.06.2026 – Regionalverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland

Fachkräftemangel in der Physiotherapie im SR-Fernsehen

Ein wichtiges Signal für die Versorgung im Saarland!

Der Fachkräftemangel in der Physiotherapie ist längst in den Praxen angekommen – mit spürbaren Folgen für Patientinnen und Patienten, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber. Umso wichtiger ist es, dass dieses Thema öffentlich sichtbar wird. In der heutigen Ausgabe von „Wir im Saarland – Das Magazin“ hat der Saarländische Rundfunk den Fachkräftemangel in der Physiotherapie als ersten Beitrag aufgegriffen. Ein starkes Signal für unsere Profession – und ein Anlass, allen Beteiligten herzlich zu danken.

Ein Thema, das die Versorgung unmittelbar betrifft

In der Ausgabe von „Wir im Saarland – Das Magazin“ am Donnerstag, den25.06.2026 um 18.50 Uhr stand gleich zu Beginn ein Thema im Fokus, das die Physiotherapie seit Jahren mit wachsender Dringlichkeit beschäftigt: der Fachkräftemangel in der Physiotherapie. Dass der Saarländische Rundfunk dieses Thema prominent im Hauptprogramm aufgegriffen hat, ist ein wichtiges Signal – denn die Folgen des Fachkräftemangels sind in den physiotherapeutischen Praxen längst täglich spürbar und betreffen Patientinnen und Patienten ebenso wie die Therapeutinnen und Therapeuten selbst.

Freie Stellen bleiben über lange Zeit unbesetzt, Wartezeiten auf dringend benötigte Behandlungen nehmen zu und Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber stehen unter erheblichem Druck, die Versorgung überhaupt noch verlässlich sicherzustellen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen im Praxisalltag, während die personellen Ressourcen immer knapper werden. Der Beitrag im SR hat diese Entwicklung eindrücklich sichtbar gemacht und damit einem Problem öffentliche Aufmerksamkeit verschafft, das weit über einzelne Praxen hinausreicht: Es geht um die Zukunft der wohnortnahen physiotherapeutischen Versorgung.

Danke an alle Beteiligten

Unser herzlicher Dank gilt unseren saarländischen Mitgliedern Michael Alles (Freisen) und Monika Schultheis (Ottweiler) , die sich bereit erklärt haben, an dem Fernsehbeitrag mitzuwirken. Dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich. Wer einem Fernsehteam Einblicke in den Praxisalltag gewährt, Interviews gibt und die eigene berufliche Situation offen schildert, leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Realität unseres Berufsstandes sichtbar zu machen und auf die Versorgungsprobleme aufmerksam zu machen.

Solche Beiträge sind wichtig, weil sie zeigen, dass der Fachkräftemangel nicht nur eine abstrakte Zahl in Statistiken ist, sondern konkrete Auswirkungen auf den Alltag in den Praxen und auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten hat.

Sorge vor weiteren Belastungen durch politische Einschnitte

Diese öffentliche Aufmerksamkeit ist auch deshalb dringend notwendig, weil neben dem bereits bestehenden Fachkräftemangel weitere Belastungen drohen. Mit großer Sorge blicken wir auf die Diskussionen um mögliche Einschnitte im Zuge des angekündigten Beitragsstabilisierungsgesetzes. Aus Sicht der Physiotherapie wäre es ein gravierender Fehler, gerade in einem ohnehin angespannten Versorgungsbereich zusätzliche Belastungen zu schaffen.

Schon heute kämpfen viele Praxen mit wirtschaftlichem Druck, hoher Arbeitsverdichtung und erheblichen Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung. Werden die Rahmenbedingungen weiter verschlechtert, drohen nicht nur zusätzliche Belastungen für die bestehenden Praxen, sondern auch ein weiterer Attraktivitätsverlust des Berufs – mit unmittelbaren Folgen für die Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Physio Deutschland HRPS und Yvonne Massuger als Vorständin sieht diese Entwicklung mit großer Sorge. Statt kurzfristiger Sparmaßnahmen braucht es nachhaltige politische Entscheidungen, die die physiotherapeutische Versorgung sichern, Praxen stärken und den Beruf zukunftsfest machen. Wer die Gesundheitsversorgung stabil halten will, darf die Physiotherapie nicht weiter unter Druck setzen, sondern muss tragfähige Strukturen schaffen.

„Für uns gerne jederzeit wieder!“

Wie es ist, ein Fernsehteam in der eigenen Praxis zu haben – und warum sich dieser Einsatz dennoch lohnt –, beschreibt Monika Schultheis sehr eindrücklich in ihrem persönlichen Fazit:

„Nachdem die Anfrage von Dagmar kam, ob jemand bereit wäre, dem SR ein Interview zum Thema ‚Situation der Physiotherapeuten im Saarland‘ zu geben, erklärte ich mich spontan dazu bereit. Mir war und ist es wichtig, alle Möglichkeiten zu nutzen, auf den Fachkräftemangel aufmerksam zu machen. Die Not der Patient:innen wegen mangelnder Versorgung und meine Not als Arbeitgeberin, neue Mitarbeiter:innen zu finden, ist immens. Es gäbe gute Hebel, um die Flucht unserer Kolleg:innen aus der Physiotherapie zu reduzieren. Dazu braucht es steten Druck auf die Politiker:innen, die gestalten können. Jede und jeder von uns ist dafür wichtig und kann etwas tun. Die Aufnahmen in der Praxis und das Interview waren zeitraubend, aufregend und ich war wirklich nervös. Aber durch Dagmar war ich gut mit Fakten versorgt und ich kann sagen, dass es auch eine bereichernde Erfahrung war, mit einem kleinen Fernsehteam zu arbeiten. Für uns gerne jederzeit wieder!“

Sichtbarkeit schaffen, Versorgung sichern

Diese Bereitschaft, Gesicht zu zeigen und den Praxisalltag für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen, verdient große Anerkennung. Sie macht deutlich, wie wichtig es ist, dass wir als Berufsstand gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen eintreten und die Herausforderungen in der Physiotherapie klar benennen.

Der heutige Beitrag im SR war dafür ein gutes Zeichen – und zugleich ein weiterer Beleg dafür, dass die Probleme in der Physiotherapie endlich mit der nötigen politischen Konsequenz angegangen werden müssen. Für uns als Verband ist klar: Die Sicherung der physiotherapeutischen Versorgung braucht politische Priorität, verlässliche Rahmenbedingungen und eine echte Stärkung unseres Berufs.

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