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09.07.2026 –

Auch im Juli gilt: Hitzeschutz bleibt Gesundheitsschutz

Die erste große Hitzewelle des Sommers hat vielerorts für Belastungen gesorgt – bei Patient*innen ebenso wie bei Physiotherapeut*innen. Bereits im Juni hatte Physio Deutschland auf die gesundheitlichen Risiken anhaltender Hitze aufmerksam gemacht und zur Teilnahme an der bundesweiten Umfrage zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Physiotherapie aufgerufen. Nun zeigt sich: Das Thema bewegt die Profession.

Über 500 Physiotherapeut*innen aus allen Bundesländern haben sich bereits an der aktuellen Befragung beteiligt. Dieses große Interesse verdeutlicht, dass die Folgen des Klimawandels längst im Berufsalltag angekommen sind.

   

Physiotherapie ist Teil der Gesundheitsvorsorge

Gerade während Hitzeperioden erleben Physiotherapeut*innen und ihre Patient*innen die Auswirkungen unmittelbar. Hitze kann bestehende Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege oder der Nieren verschlimmern und zu einer erhöhten gesundheitlichen Belastung führen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere sowie weitere vulnerable Gruppen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont zudem, dass die Zahl der Menschen, die extremer Hitze ausgesetzt sind, aufgrund des Klimawandels kontinuierlich steigt. Gleichzeitig sind die gesundheitlichen Folgen durch geeignete Präventions- und Schutzmaßnahmen vielfach vermeidbar.  Physiotherapeut*innen leisten hierbei einen wichtigen Beitrag: durch Aufklärung, Bewegungsberatung, Unterstützung besonders vulnerabler Patient*innen und die Anpassung therapeutischer Maßnahmen an klimabedingte Belastungen.

   

Jetzt an der Umfrage teilnehmen

Mit der aktuell laufenden Befragung möchte Physio Deutschland besser verstehen, wie sich Klimawandel und Extremwetterereignisse auf die Physiotherapie auswirken. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Informations-angebote weiterzuentwickeln, Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten und die berufspolitische Interessen-vertretung mit belastbaren Daten zu unterstützen. Wer schon im Juni bei der ersten Umfrage oder noch gar nicht teilgenommen hat, ist herzlich eingeladen, eigene Erfahrungen in unsere aktuelle zweite Umfrage einzubringen. Denn ob Hitze, Starkregen oder Hochwasser: Die Folgen des Klimawandels betreffen das Gesundheitswesen bereits heute – und die Physiotherapie ist mittendrin.

Hier geht es zur aktuellen Umfrage für den Monat Juli sowie zu unserer Themenseite.

Hinweis: Die Umfrage läuft noch bis einschließlich August. Wir halten euch auf dem Laufenden.

   

Klimawandel bedeutet mehr als Hitze

Hitze ist dabei nur ein Aspekt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) gehören auch Überschwemmungen, Dürren, zunehmende Belastungen durch Allergene, die Ausbreitung bestimmter Krankheitserreger sowie psychische Belastungen zu den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels. Das RKI bezeichnet den Klimawandel als eine der größten Bedrohungen für Gesundheit und Wohlbefinden. Auch die WHO weist darauf hin, dass Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Hochwasser, Stürme und Waldbrände an Häufigkeit und Intensität zunehmen und erhebliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sowie die Leistungsfähigkeit von Gesundheitssystemen haben. Für die Physiotherapie stellen sich damit vielfältige Fragen: Wie wirken sich Extremwetterereignisse auf die Versorgung von Patient*innen aus? Welche Herausforderungen entstehen für Praxen und Einrichtungen? Und welche Anpassungen sind notwendig, um Therapeut*innen und Patient*innen künftig besser zu schützen?