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17.06.2019

Gesundheitsministerkonferenz 2019: Positive Signale für die Physiotherapie

Am 05. und 06. Juni 2019 fand die 92. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) statt. Gastgeber war in diesem Jahr das Bundesland Sachsen. Etwa 40 Beschlüsse zu ganz unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitsversorgung der Menschen in Deutschland hat die GMK in Leipzig verabschiedet. Schwerpunktthema war unter anderem die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Dabei ging es speziell um den aktuellen Referentenentwurf zum "Digitalen Versorgungs-Gesetz (DVG)" vom Bundesministerium für Gesundheit. Darüber werden wir hier in Kürze gesondert berichten. Einige Beschlüsse der Gesundheitsminister und -senatoren aus den Bundesländern setzen auch positive Akzente für die Physiotherapie.

GMK fordert bundesweite Schulgeldfreiheit

Die Gesundheitsminister und -senatoren bitten das Bundesministerium für Gesundheit, bis Ende 2019 eine bundesweite Regelung zur Schulgeldfreiheit für alle nicht-akademischen Gesundheitsberufe vorzulegen. Dies soll im Rahmen des "Gesamtkonzeptes Gesundheitsberufe" erfolgen, an dem aktuell eine Bund-Länder-Kommission arbeitet. Die Finanzierung der Ausbildungen soll möglichst einheitlich und unter Einbeziehung der Krankenkassen erfolgen.

PHYSIO-DEUTSCHLAND begrüßt ausdrücklich den Wunsch der Gesundheitsminister und -senatoren, eine einheitliche Lösung zeitnah zu realisieren. "Aktuell ist die Finanzierung der Ausbildung ein Flickenteppich und sorgt weiter für Verunsicherung bei jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung zum Physiotherapeuten interessieren. Damit muss Schluss sein, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken!", betont Andrea Rädlein, Vorsitzende von PHYSIO-DEUTSCHLAND.

Akademisierung der Hebammen – wichtige Überlegungen auch für die Physiotherapie

Aktuell berät der Deutsche Bundestag über das Gesetz zur Reformierung der Hebammenausbildung. Diese muss ab dem Jahr 2020 nach EU-Vorgaben akademisch erfolgen. Die GMK fordert die Bundesregierung auf, dieses Gesetzgebungsverfahren entsprechend zu beschleunigen und die Bundesländer in die Entscheidungsprozesse einzubinden, um die Umsetzung auf Länderebene nicht noch länger zu verzögern. Das neue Hebammengesetz sollte nach Beschluss der GMK bis spätestens 01. Oktober 2019 in Kraft treten.

"Dieses Gesetz hat auch eine Signalwirkung für die Physiotherapie", so Andrea Rädlein. PHYSIO-DEUTSCHLAND begrüßt ausdrücklich den Gesetzgebungsprozess zur Akademisierung der Hebammenausbildung und die damit verbundene Umsetzung einer vollständigen Akademisierung dieses Berufes. Damit kommt die Bundesregierung nicht nur ihrer Pflicht nach, die Vorgaben der Europäischen Union aus dem Jahr 2005 umzusetzen (Richtlinie 2005/36/EG), sondern sie setzt ein Zeichen für eine Anpassung medizinischer Ausbildungen an internationale Standards. Dieser Anspruch muss im nächsten Schritt auch für die Physiotherapie in Deutschland greifen. Auch hier ist eine akademische Ausbildung längst internationaler Standard.

Über die Gesundheitsministerkonferenz

Einmal im Jahr treffen sich alle Gesundheitsminister und -senatoren zu einer gemeinsamen Sitzung. Inhaltlich geht es bei dieser zweitägigen Sitzung um verschiedenste Aspekte einer zukunftsfähigen und qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung aller Menschen in Deutschland. Vorbereitet wird diese Konferenz von den jeweiligen Amtschefs aus den Bundesländern. Der Vorsitz und damit auch das Gastgeberland wechselt jährlich.

Alle Informationen rund um die Gesundheitsministerkonferenz und auch alle Beschlüsse aus 2019 und den Jahren zuvor finden Interessierte unter www.gmkonline.de.